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Martin Müller wird neuer MLZ Direktor

HZG-Institutsleiter ist jetzt auch Direktor am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ)

Seit Januar ist Prof. Dr. Martin Müller neuer Direktor am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ). Der Werkstoffphysiker folgt auf Prof. Dr. Stephan Förster und vertritt nun die Helmholtz-Partner Forschungszentrum Jülich (FZJ) und Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) im Wissenschaftlichen Direktorium des MLZ. Turnusgemäß übernimmt Martin Müller für zwei Jahre auch die Rolle des Sprechers des Direktoriums.


Martin Müller

Martin Müller ist neuer Direktor am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ). Foto: HZG/Christian Schmid

Die Faszination für Neutronen reicht bei Martin Müller zurück in die Zeit seiner Doktorarbeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo er sich mit quasielastischer und elastischer Neutronenstreuung beschäftigte. Nach Forschungsjahren am Institut Laue-Langevin (ILL) und an der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble ist er seit 2008 am Helmholtz-Zentrum Geesthacht tätig, wo er heute das Institut für Materialphysik mit Synchrotronstrahlung und mit Neutronen leitet und mit der Nutzerplattform GEMS materialwissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet. „Meine Forschungsinteressen liegen außerdem bei biologischen Materialien wie Holz, Seide und Chitin“, erzählt Müller. Den besonderen Eigenschaften und der Struktur dieser Stoffe auf die Spur zu kommen, treibt ihn als Naturwissenschaftler an. „Nicht nur in einem kleinen Labor zu sitzen, sondern mit einer guten Idee und gründlicher Vorbereitung an wissenschaftlichen Instrumenten in aller Welt zu arbeiten, hat mich immer schon sehr begeistert“, erklärt der 53-Jährige seine Faszination für Neutronenforschung.

Besonders am Herzen liegt dem Wissenschaftler die Zusammenarbeit der europäischen Neutronenforscherinnen und -forscher, die er auch in seiner neuen Rolle als MLZ Direktor vorantreiben will. „Ich hoffe, das MLZ noch enger mit der europäischen Neutronenlandschaft - auch über LENS - zu vernetzen“, so Müller. Den Blick nach vorn gerichtet, engagiert sich Müller deshalb in den deutschen Delegationen des ILL Steering Committees und des ESS Councils (Lenkungsgremium der European Spallation Source, ESS) für die zukünftige Gestaltung der Neutronenforschung in Europa.

Prof. Müller lobt die Arbeit seines Vorgängers Prof. Dr. Stephan Förster, der es geschafft habe, sowohl in seinem Heimatinstitut, dem Forschungszentrum Jülich, als auch am MLZ in Garching präsent zu sein. „Daran möchte ich direkt anknüpfen“, erklärt Müller. Dass sein Start im MLZ-Direktorium unter Corona-Bedingungen stattfinden muss, sieht er als Herausforderung und Chance zugleich. „Da die meisten Treffen im Moment per Videokonferenz stattfinden, möchte ich diese Möglichkeit nutzen und bewusst an vielen MLZ-Veranstaltungen teilnehmen.“

Gleichzeitig mit der neuen Rolle als MLZ-Direktor übernimmt er von Prof. Dr. Peter Müller-Buschbaum auch die Aufgabe des Sprechers des gesamten Direktoriums. „Ich möchte mich dafür einsetzen, den inneren Zusammenhalt der MLZ-Partner weiter zu stärken und ihre gemeinsame Rolle in der europäischen Neutronenforschungsgemeinschaft auszubauen“, fasst Müller zusammen.

Text: Teresa Kiechle / FRM II

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