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Erica Lilleodden forscht zu Nanomechanik

HZG-Materialforscherin erhält hohe Auszeichnung der DGM

Erica Lilleodden

Prof. Dr. Erica Thea Lilleodden in ihrem Labor im HZG. [Foto: HZG/Christian Schmid]

Prof. Dr. Erica Thea Lilleodden, Abteilungsleiterin der „Experimentellen Werkstoffmechanik“ im Institut für Werkstoffforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG), erhält für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der Werkstoffforschung den DGM-Preis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM).

Überreicht wird Prof. Dr. Erica Lilleodden der Preis durch den Vorstand der DGM im Rahmen der Festveranstaltung „100 Jahre DGM“ am 27. November in Berlin. Dazu die Materialwissenschaftlerin: „Ich freue mich wahnsinnig über diese Ehrung! Aber der Preis ist nicht nur für mich allein. Ich verstehe das als eine Auszeichnung für unsere gemeinsame Arbeit hier in unserer Gruppe im Helmholtz-Zentrum Geesthacht.“

Erica Lilleodden zählt zu den weltweit führenden Materialforschern im Bereich der Nanomechanik. Mithilfe der zum Teil von ihr entwickelten Methoden untersucht sie das Verhalten mechanisch beanspruchter Werkstoffe auf der Mikroskala. Dazu schneidet sie mit einem fokussierten Ionenstrahl Proben des Materials in einer Größe von 100 Nanometern aus und untersucht diese anschließend detailliert im Labor. So lernt sie zu verstehen, wie genau die Verformungsmechanismen auf atomarer Ebene die Eigenschaften des späteren Bauteils beeinflussen.

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Mit einem fokussierten Ionenstrahl werden Proben des Materials in einer Größe von 100 Nanometern ausgeschnitten und anschließend untersucht. [Foto: HZG/Christian Schmid]

Die Techniken zur Untersuchung mechanischer Eigenschaften auf kleinsten Längenskalen haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Inzwischen ist es möglich, mechanische Versuche durchzuführen, die sich direkt mit lokalen mikrostrukturellen Beobachtungen, beispielsweise der Versetzungsstruktur mit Elektronenmikroskopie, verbinden lassen. Erica Lilleodden hat sich bereits im Studium diesen neuen, aufregenden Charakterisierungsmöglichkeiten verschrieben und seitdem bedeutende Beiträge zur Weiterentwicklung dieser Methoden und ihrer Anwendung auf neue Materialsysteme geleistet.

Prof. Dr. Norbert Huber, Institutsleiter im Bereich „Werkstoffmechanik" am Helmholtz-Zentrum Geesthacht arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit Erica Lillodden zusammen und unterstützte ihre wissenschaftliche Karriere. Er erklärt: „Ich gratuliere Erica Lilleodden zu diesem bedeutenden Preis, mit dem die DGM eine außergewöhnliche Forschungspersönlichkeit würdigt. Ich bin sehr stolz auf das, was sie geleistet hat. Mit ihren Forschungsarbeiten prägte sie die Nanomechanik und ich bin mir sicher, dass wir zukünftig noch viele weitere fundamentale Erkenntnisse aus der Welt des Mikrokosmos und der Skaleneffekte von ihr erwarten dürfen.“

Zur Person:


Erica Lilleodden (46) studierte Materialwissenschaften an der University of Minnesota, USA, und schloss anschließend ihre Doktorarbeit an der Stanford University ab. Als Stipendiatin der Alexander-von-Humboldt-Stiftung kam sie 2004 an das damalige Forschungszentrum Karlsruhe. Seit 2006 forscht sie am Helmholtz-Zentrum Geesthacht und erhielt eine Professur an der Technischen Universität Hamburg. Seit 2010 leitet sie die Abteilung „Experimentellen Werkstoffmechanik“ am Institut für Werkstoffforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

In unserem HZG-Magazin in2science haben wir die Wissenschaftlerin porträtiert:
Porträt über Prof. Lilleodden

Kontakt:


Heidrun Hillen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Tel: +49 (0) 4152 87-1648

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