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Innovator der Biomaterialforschung, Prof. Joachim Kohn, besucht das Institut

Herr Prof. Joachim Kohn von der Rutgers State University in New Jersey, USA, hat das Institut für Biomaterialforschung am Mittwoch den 6. November 2019 besucht und im Rahmen der Helmholtz Graduiertenschule für Macromolecular Bioscience über seine Forschungsergebnisse berichtet.

Bild: Prof. Joachim Kohn

Prof. Joachim Kohn. Quelle: HZG/Fraeya Whiffin

Die Karriere von Prof. Kohn, der in München geboren wurde, erstreckt sich über mehrere international renommierte Forschungseinrichtungen mit seiner Doktorarbeit am israelischen Weizmann Institut, einem PostDoc Aufenthalt am MIT und 28 Jahren Tätigkeit als Wissenschaftler, Forschungsdirektor und Unternehmer an der Rutgers University. Prof Kohn wurde für den 2020 National Award für angewandte Polymerwissenschaft der American Chemical Society ausgewählt.

Ein Highlight des faszinierenden Vortrages waren die Entwicklung erster abbaubarer Gefäßstützen sowie deren Kommerzialisierung.

Bild: Prof. Joachim Kohn hielt seinen Vortrag

Prof. Joachim Kohn hielt seinen Vortrag. Quelle: HZG/Fraeya Whiffin

Die entsprechenden Forschungsarbeiten begannen bereits in den 1990er Jahren. Hierfür wurden zunächst ausgewählte Polymere hergestellt, die auf ihre Eignung für diese Anwendung hin systematisch untersucht wurden. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte er dann Computermodelle, die in der Lage waren, die geeigneten Zusammensetzungen der Polymere für die Anwendung vorherzuberechnen.

Als einer der in der Welt führenden Biomaterialwissenschaftler beschreibt er sein höchstes Ziel als: ”Die Anzahl der realisierbaren Biomaterial Kandidaten zu erhöhen und ihre Entwicklung in Medizinprodukte zu beschleunigen, um den Schmerz und das Leiden der Patienten in der ganzen Welt zu lindern“.

Bild von Prof. Burkhard Schultz, Prof. Andreas Lendlein, Prof. Dr Joachim Kohn und Prof. Nan Ma.

Prof. Burkhard Schultz, Prof. Andreas Lendlein, Prof. Dr Joachim Kohn und Prof. Nan Ma.Quelle: HZG/Fraeya Whiffin

In diesem Ziel stimmten die Promovierenden in Teltow mit ihm überein. Während der folgenden Diskussion konnten sie noch mehr über seine Erfahrungen mit Transfer von Wissen in die Klinische Anwendung und die Verwendung von Computermodellen in der Polymerwissenschaft erfahren.

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